Ein gut organisiertes Lager basiert nicht nur auf Struktur und Technik, sondern auch auf messbaren Werten. Genau hier kommen Lagerkennzahlen ins Spiel. Sie helfen dabei, Abläufe im Lager zu analysieren, zu bewerten und gezielt zu verbessern.
Ob Auslastung, Umschlag oder Durchlaufzeiten – Kennzahlen machen sichtbar, wie effizient ein Lager tatsächlich arbeitet.
Was sind Lagerkennzahlen?
Lagerkennzahlen sind messbare Werte, mit denen sich Prozesse und Leistungen im Lager beurteilen lassen. Sie bilden die Grundlage für Entscheidungen im täglichen Betrieb sowie für langfristige Optimierungen.
Dabei geht es nicht nur um einzelne Werte, sondern oft um das Zusammenspiel mehrerer Kennzahlen, die gemeinsam ein Gesamtbild der Lagerleistung ergeben.
Wichtige Lagerkennzahlen im Überblick
Im Lageralltag haben sich einige Kennzahlen etabliert, die besonders häufig genutzt werden. Dazu gehören unter anderem:
Lagerumschlag: Wie oft der Bestand innerhalb eines Zeitraums bewegt wird
Durchlaufzeit: Zeitspanne vom Wareneingang bis zum Versand
Lagerreichweite: Wie lange der vorhandene Bestand ausreicht
Kommissionierleistung: Anzahl der bearbeiteten Aufträge oder Positionen
Fehlerquote: Anteil fehlerhafter Kommissionierungen
Diese Kennzahlen geben Hinweise darauf, wie effizient Prozesse ablaufen und wo Optimierungspotenzial besteht.
Bedeutung für den Lagerbetrieb
Lagerkennzahlen machen Prozesse vergleichbar und nachvollziehbar. Ohne diese Daten bleiben Schwachstellen im Lager verborgen und gezielte Verbesserungen scheinen unmöglich.
Ein Beispiel: Eine ungewöhnlich hohe Durchlaufzeit deutet auf ineffiziente Wege, eine unübersichtliche Lagerstruktur oder Engpässe in der Kommissionierung hin.
Die regelmäßige Auswertung der Kennzahlen deckt solche Probleme frühzeitig auf und ermöglicht eine schnelle Korrektur.
Zusammenhang mit Fördertechnik
Auch die eingesetzte Fördertechnik beeinflusst viele Lagerkennzahlen direkt. Geräte wie Hubwagen oder Hochhubwagen wirken sich beispielsweise auf:
Transportzeiten
Umschlaggeschwindigkeit
Arbeitsaufwand
aus.
Eine moderne und gut abgestimmte Fördertechnik kann daher dazu beitragen, Kennzahlen deutlich zu verbessern und Prozesse effizienter zu gestalten.
Praxisbeispiel
Ein Betrieb registriert eine Kommissionierleistung unterhalb der Zielvorgaben. Die Auswertung der Lagerkennzahlen macht lange Laufwege als Hauptgrund für die Verzögerungen sichtbar.
Die Verantwortlichen ordnen das Lagerlayout neu und setzen gezielt Fördertechnik ein, woraufhin die Mitarbeiter deutlich mehr Pakete pro Stunde bearbeiten.
Warum Lagerkennzahlen wichtig sind
Lagerkennzahlen sind ein zentrales Werkzeug zur Steuerung und Optimierung von Lagerprozessen. Sie helfen dabei:
Abläufe transparenter zu machen
Engpässe zu erkennen
Prozesse zu verbessern
Kosten zu reduzieren
Gerade in größeren Lagern sind sie unverzichtbar für ein effizientes Arbeiten.
FAQ zu Lagerkennzahlen
Was sind Lagerkennzahlen?
Lagerkennzahlen sind messbare Werte, die zur Analyse und Bewertung von Lagerprozessen eingesetzt werden.
Warum sind Lagerkennzahlen wichtig?
Sie helfen dabei, Schwachstellen zu erkennen und Abläufe im Lager gezielt zu optimieren.
Welche Kennzahlen werden im Lager häufig genutzt?
Typische Kennzahlen sind Lagerumschlag, Durchlaufzeit, Lagerreichweite und Kommissionierleistung.



